Historische Recherche & Rekonstruktion

Der Bereich der Recherche ist - das Interesse an dem zu recherchierenden Gegenstand vorausgesetzt - der erste Teil des Hobbys, der auch durchaus den größten Teil der Zeit einnimmt, denn teilweise kann sich die Recherche zu etwas über einige Monate ziehen, bei größer gefassten Themen ist sie de facto nie zu Ende. Aufgespalten in Theorietisches zur Darstellung und die Ergebnisse unserer Recherche finden sich hier Texte, in denen wir zeigen wollen, wie unsere Herangehensweise und Zielsetzung ist, nach welchen Konzepten wir arbeiten (dieser Teil ist unter dem Unterpunkt "Konzepte der Darstellung" zu finden) und natürlich auch was die Quellen für unsere Darstellung und die Ergebnisse der Recherche sind. Die jeweiligen Beiträge beinhalten eine Sammlung von Quellen zum behandelten Thema, hier sind daher nur einige allgemeine Links zur Geschichte Regensburgs aufgeführt.

Der zweite Pfeiler unseres Hobbys ist die Rekonstruktion von Kleidung und Geegenständen, die früher benutzt wurden, wie auch der Lebenssituationen, die typisch waren und die wir den Besuchern vorführen wollen. Allen davon geht natürlich die Recherche sowohl der Herstellungsart, der benutzten Materialien und auch der Verbreitung voraus - ein Gegenstand muß zunächst für eine bestimmte Zeit und Region als in häufiger Benutzung nachgewiesen sein, um als Puzzlestück in einem gezeigten Bild der Vergangenheit zu fungieren. Zeitlich unpassende oder sehr untypische Gegenstände verzerren das Bild nur.

Nach dieser Recherche kommt die Rekonstruktion des jeweiligen Gegenstandes, der oft - wenn das jeweilige Objekt selbst und nicht von einem professionellen Handwerker hergestellt wird - einige Versuche und Proben vorangehen. Bei Kleidung ist dies z.B. ein Probeschnitt aus billigerem Stoff, bei dem der Sitz anhand von zeitgenössischen Abbildungen kritisch, also unter Mitbetrachtung der modischen Ideale der jeweiligen Zeit (denn viele Bilder aus früheren wurden, genau wie Hochglanzphotos von Models heute, dem jeweils herrschenden Modeideal angepaßt), überprüft wird. Oft sind es auch Versuche der jeweiligen Technik, um genug Erfahrung damit für letztendlich rekonstruierte Stück zu sammeln.

In der Unterkategorie "Besondere Gegenstände" finden sich genauere Beschreibungen und Bilder von Gegenständen, die wir entweder als typisch für eine Zeit oder Region, als kurios und deshalb bemerkenswert oder sonstwie als vorstellenswert erachten. Es ist aber keine Sammlung von Bildern unserer gesamten Ausstattung.

 

Eine kleine und nicht auf Vollständigkeit pochende Entwicklungsgeschichte der Befestigung der männlichen Beinbekleidung vom 1. bis zum 19. Jhdt. n. Chr.

Hinter dem scherzhaften Namen "Perforatio Ratisbonensis II" verbirgt sich unser zweiter Eintagesevent zum hist. Fechten, ein allgemeiner Treff zum Reinschnuppern für Neulinge und erfahrene Fechter.

"Rekonstrution" bedeutet nicht nur den Nachbau haptischer und immer wieder nutzbarer Dinge wie Kleidung, sondern auch das Nachkochen von Gerichten nach überlieferten Rezepten. Da wir dies bei unseren Veranstaltungen fast immer machen, wollen wir nun einige der Gerichte vorstellen. Dies hier ist nur der erste Teil, die Reihe wird fortgeführt, quer durch die von uns "bespielten" Epochen.

Bebilderter Beitrag zu Leonhard Bleyers Blderserie zur Kleidung und Uniformen in Regensburg in den Jahren 1780 bis 1820.

Seit mehr als 10 Jahren beschäftigen sich einige von uns mit der Rekonstruktion der Fechtweisen vergangener Jahrhunderte. Dies geschieht auf Basis von erhaltenen Fechtbüchern, in denen der Umgang mit verschiedenen Waffen zu verschiedenen Zwecken - militärisch oder auch zum sportlichen Fechten - dargestellt wird. Unser Ziel hierbei ist weniger die Vorführung, als das Erarbeiten, Erlernen und Anwendung der Fechttechniken vergangener Zeiten, mit entsprechenden Trainingswaffen in einer kontrollierten Trainingsumgebung und mit moderner Schutzkleidung wie Handschuhen, Fechtmasken usw..

Im Zuge des von Kaiser Frierich III. 1474 in Nürnberg ausgerufenen Reichsaufgebotes zum Entsatz der burgundisch belagerten Stadt Neuss haben die meisten Reichsstädte und viele Landesherren ihre Aufgebote geschickt. Viele, aber nicht alle: die ehrenwürdige Stadt Regensburg schickte 2 Zelte, inkl. einer Rechnung. Eine Miszelle zum Regensburger Beitrag zum Neusser Krieg.

Schilde bei Fußsoldaten sind in verschiedenen Formen schon seit der Antike bekannt, von da an waren sie meist der erste und billigste Teil der Schutzbewaffnung eines Kämpfenden. Bestens bekannte Beispiele sind zum Beispiel das Hoplon der griechischen Hopliten und das Scutum der römischen Legionäre.

Das unter Liber illuministrarum bekannte Manuksrikt, das bei der Säkularisierung des Klosters Tegernsee in der dortigen Bibliothek gefunden wurde, enthält über 750 Rezepte, die vor allem für Buchmaler gedacht waren. In diesem Artikel sollen die Ergebnisse der Versuche mit den Rezepten, die das Färben von Leder - im Originalzweck vor allem für Bucheinbände - beschreiben, dokumentiert und veranschaulicht werden.

Ein kurzer Abriß über die Geschichte Marzipans und dessen Ursprung als Heilmittel. Natürlich inkl. einem Rezept.

Beschreibung und Besonderheiten der Frauentracht im süddeutschen Raum

Kurze Beschreibung der im bayerischen Raum typischen Männerkleidung in den Jahren 1460-1475